Baader MaxBright® II Binokular inkl. Koffer

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Baader MaxBright® II Binokular inkl. Koffer

# 2456460

414,28 €
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Nach langer Entwicklung ist es endlich so weit: Der MaxBright® II Binokularansatz hat seine Marktreife erreicht und schließt die Lücke zwischen den günstigen Einstiegs-Binos und unserem Highend-Großfeldbino Mark V.

  • 27mm Prismen mit 26 / 25,5mm freiem Durchlass, leuchtet alle 1,25"-Okulare aus – bis hin zu 35mm Brennweite
  • Ergonomische ClickLock® Okularklemmen mit Dioptrienausgleich
  • Baader Astro T-2 System™ Anschlussgewinde (M 42 x 0.75) und Zeiss Micro-Bajonett ermöglichen die jeweils kürzeste Verbindung an (fast) alle existierenden Fernrohrsysteme.
  • Lieferumfang: Baader MaxBright® Binokular mit Adaptern für T-2 und Zeiss Mikro-Bajonett im gepolsterten Koffer
  • Optische Baulänge: 110 mm (+/- 1 mm Toleranz)
  • Gewicht: 595g (200g leichter als Mark V)
Lesen Sie den ausführlichen, 22-seitigen Testbericht von Bill Paolini vom 2. Mai, 2020 (in englischer Sprache)

Fragen zum Produkt

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Kann man anstelle des Glaswegkorrektors auch den Baader FFC verwenden (natürlich mit dem entsprechenden Vergrößerungseffekt)?
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Frage von: Ralph Wilhelm am 09.09.2019 20:52:00 | 1 Antwort(en)
Lieferzeit von Baader MaxBright II ?
Freundliche Grüße !
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Frage von: Kiderlen,Wolfgang am 05.04.2020 14:08:00 | 1 Antwort(en)
Kann ich diesen Binoaufsatz mit Korrektor des atmospherischen Dispersion (ADC) nutzen? Gemeint wird ein preiswerter ADC aus China mit Glasweg von etwa 30mm. Habe Takahashi FC100-DC F7.4 Refraktor, mit dem ich das Maxbright II im Primärfokus nutzen kann.
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Frage von: Sergey am 01.03.2020 01:59:00 | 1 Antwort(en)
Ich möchte das MaxBright® II an meinem 10'' Meade LX200 ACF nutzen. Es ist mit einem 2" BDS-SC Baader Diamond Steeltrack® Okularauszug und einem Baader 2" ClickLock Zenitspiegel ausgerüstet, die ich auch nicht mehr missen möchte. Brauche ich dann einen Glaswegekorrektor (welchen?) Was wäre beim Aufbau noch zu beachten?
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Frage von: Uwe Pomowski am 29.06.2020 11:07:00 | 1 Antwort(en)
Ich besitze einen 80mm f/7 Refraktor von Teleskop Express und ihr 2´´ Amici Prisma 90° beidseitig mit 2´´ Anschluss und ihr Hyperion Zoomokular 8-24. Lässt sich ihr Maxbright II Binokular anschliesen und vor allem wie? Ist dazu ein Glaswegkorrektor wie zum Beispiel ihr 2´´Glaswegkorekktor 1,8 x für Refraktoren ( #2456305 ) nötig und zum Anschluß ans Amiciprisma noch der Seckanschluss 2´´ auf T2 (#240815o ) ?
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Frage von: Werner Rank am 27.04.2020 10:00:00 | 1 Antwort(en)
Anschluss mit/ohne Universal Alan Gee

Ich habe eine Frage zum neuen MaxBright II 1,25“ Binokularansatz (2456460).

Mein System:
Celestron C11 HD EDGE mit Okularauszug Baader SC/EHD Diamond Steeltrack® (2957220) und Baader 2"-ClickLock-Zenitspiegel (2956100)

Ich plane den MaxBright II an diesem Teleskop wahlweise mit dem Universal Alan Gee II (UAG II) Telekompressor (2454405) zu verwenden.

Welche Teile (Zwischenringe, evtl. Glaswegkorrektor, usw.) benötige ich für:

a) MaxBright II mit UAG II

b) MaxBright II ohne UAG II
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Frage von: Martin Schaer am 12.07.2020 07:31:00 | 1 Antwort(en)
Ich würde gerne das Baader MaxBright II Binokular mit 2 Hyperion Universal Zoom Mark IV Okularen an meinem Celestron Advanced VX - C925 Schmidt Cassegrain GoTo Teleskop verwenden.

Welches weitere Zubehör ist dazu noch nötig? Welchen Glaswegkorrektor und welchen Zenitspiegel bzw. welche Anschlussadapter würden Sie empfehlen?

Vielen Dank
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Frage von: Moritz am 03.05.2020 12:13:00 | 1 Antwort(en)
Eignet sich dieses Teil auch für mein Spektiv Celestron Regal M2 ED 100 ?
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Frage von: Toni Tänzer am 20.04.2020 08:23:00 | 2 Antwort(en)
Ist das Baader MaxBright® II Binokular an einen 70 mm Refraktor verwendbar? Wie ist die Bild-Orientierung, wenn das Binokular direkt am Refraktor angeschlossen ist? Ist ein Glaswegkorrektor zwingend am 70 mm Refraktor erforderlich?
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Frage von: Sternenfreund am 22.09.2019 16:30:00 | 1 Antwort(en)
Beschreibung

Details

Baader MaxBright® II Binokular

"Supercharged" by design

Der MaxBright® II Binokular-Ansatz ist das Ergebnis von über 30 Jahren Erfahrung im Bau astronomischer Binokularansätze und hebt sich in zahlreichen Details von der günstigeren Konkurrenz ab.

Baader Maxbright Binokular

MaxBright® II Binokular Highlights

  • Das Gehäuse, das die 27mm großen Prismen beherbergt, wird mit unseren eigenen Druckgussformen gefertigt, nach original Carl Zeiss Konstruktionszeichnungen vom Großfeld-Binokular. Die griffige Belederung gibt zusätzlichen Halt, wenn Sie das Binokular mit schweren Okularen in der Hand halten.
  • Okularseitig fallen sofort die neu gestalteten, selbstzentrierenden Clicklock®-Okularklemmen mit Dioptrieneinstellung auf. Durch das ergonomische Design können Sie auch im Dunkeln Klemmung und Dioptrienausgleich blind unterscheiden. Dank Edelstahl-Okularfassungen bieten die Clicklock® Klemmen höchste Stabilität. Die hochwertigen Okularklemmen sind nur der letzte Teil des präzise kollimierten optischen Systems, das für höchste Vergrößerungen ausgelegt ist. Nur so sind das plastische, fast dreidimensionale Bild und das entspannte Beobachten möglich, das man von einem Binokularansatz erwartet.
  • Im Maxbright® II sind alle optischen Flächen 7-lagig Mehrschicht-entspiegelt. Die Prismenstühle (Halterungen) entsprechen jetzt der Konstruktion im Mark V Großfeld-Binokular (#2456410, € 1242,86) . Die freie Öffnung beträgt teleskopseitig 26 mm und okularseitig 25,5mm – damit werden sogar unsere 35mm Eudiaskopische Okulare ohne Vignettierung ausgeleuchtet. Im Vergleich zu Modellen mit kleineren Prismen können Sie so bei gleicher Vergrößerung einen deutlich größeren Himmelsausschnitt überblicken – ähnlich wie mit unserem Mark V Großfeld-Binokular (#2456410, € 1242,86) .
  • Teleskopseitig stehen wahlweise eine T-2-Überwurfmutter oder eine Ringschwalbe mit original Zeiss Mikrobajonett zur Verfügung – beide Anschlussmöglichkeiten sind im Lieferumfang enthalten und ermöglichen eine kurzbauende Adaption an alle gängigen Gewinde sowie unsere T-2-Prismen und -Spiegel. Gegenüber fest verbauten Steckhülsen spart das effektiv einiges an Baulänge. Das MaxBright® II ist mit allen Baader Glaswegkorrektoren® kompatibel. Diese Korrekturlinsensysteme – nach Optikrechnung von Carl Zeiss – verlagern den Fokus nach außen, sodass Sie auch trotz der rund 11 cm Backfokus (den noch vorhandenen Fokussierbereich) des Binokulars sicher in den Fokus kommen. Außerdem gleichen sie den Farbfehler aus, der an Teleskopen zwischen f/4 und f/7 sonst durch die Prismen eingeführt würde. Glaswegkorrektoren® sind keine einfachen Barlowlinsen, auch wenn sie ihnen ähneln. Aus diesem Grund ist der Name Glaswegkorrektor® auch markenrechtlich geschützt.

Zum Einsatz an einem Refraktor oder Schmidt-Cassegrain empfehlen wir das  Baader T-2 / 90° Zenitprisma mit 36mm Prisma und BBHS ® Beschichtung (#2456095, € 209,58)  oder den Baader FlipMirror II Zenitspiegel (#2458055, € 190,09) , um eine möglichst kurze optische Baulänge zu erzielen. Zusätzlich kann man sodann den passenden Glaswegkorrektor® auswählen.

Zur Auswahl des Glaswegkorrektors® müssen Sie den Backfokus Ihres Teleskops kennen; eine Anleitung zur Bestimmung des Backfokus finden Sie in der Bedienungsanleitung des Maxbright® II Binokulars.

Für Newton-Spiegelteleskope empfehlen wir entweder den großen 2" Glaswegkorrektor® 1,7x für Newtons (#2456300, € 190,09)  oder den Glaswegkorrektor® 1:2,60 für Baader-Binokulare (#2456317, € 96,50) .

Für SCs oder Refraktoren empfehlen wir den  2" Glaswegkorrektor® 1,8x für Refraktoren und SC's (#2456305, € 175,46) oder die beiden T-2 Glaswegkorrektoren® Glaswegkorrektor® 1:1,25 für Baader-Binokulare mit T-2 Gewindeanschluss (Maxbright® und Maxbright® II) (#2456314, € 89,68) bzw. Glaswegkorrektor® 1:1,70 für Baader-Binokulare mit T-2 Gewindeanschluss (Maxbright® und Maxbright® II) (#2456316, € 93,58) . Wobei der 1.25x Glaswegkorrektor® an Refraktoren in der Hauptsache dazu dient, einen Farbfehler zu eliminieren, der ansonsten durch den langen Glasweg der Binokular-Prismen sichtbar würde.

Am Schmidt-Cassegrain mit f/10 ist ein Glaswegkorrektor® nicht unbedingt nötig. Gerade für niedrigere Vergrößerungen und größere Gesichtsfelder ist hier der  Universal Alan Gee II Telekompressor (UAG II) (#2454405, € 170,59)  eine interessantere Option: Er verkürzt das Öffnungsverhältnis auf etwa f/5,9, was ein helleres Bild und ein größeres Bildfeld ermöglicht. So wird ein C8 fast zum Widefield-Teleskop – mit bequemem beidäugigen Einblick!

Binokulares Sehen

Binokulare Ansätze und Zubehör

Die Firma Baader Planetarium verfügt über 30 Jahre Erfahrung im Bau von binokularen Ansätzen. Deshalb bieten wir nicht einfache umgebaute Mikroskopaufsätze ohne Zubehör, sondern komplette Systemlösungen an.

Beim einäugigen Sehen nutzen Sie Ihr Gehirn nur zu einem Bruchteil seiner "Rechenkapazität". In der Tat existiert im Gehirn eine "Notschaltung", damit auch einäugig gewonnene Bildinformationen auf beide Hirnhälften verteilt werden können, allerdings hat das Gehirn so keine Möglichkeit, die "Bildfehler" und vor allem das "Nervenrauschen" richtig zu interpretieren, welches beim Energietransport zwangsläufig auftritt - genauso wie bei einem CCD-Bild!

Genauso wie Sie als Besitzer einer CCD Kamera oder Webcam am Monitor mehrere Aufnahmen überlagern, d.h. Bilder "verarbeiten", so kann auch das Gehirn beim beidäugigen Sehen die unterschiedlichen Informationen aus beiden Augen überlagern und auf diese Weise - in Millisekunden jedes Mal neu - alle Fehlstellen herausrechnen, die kein effektives Bildelement darstellen.

Kein Wunder also wenn Sie beim einäugigen Beobachten nach wenigen Minuten unwillkürlich Erholungspausen einlegen müssen, die ihr Gehirn einfordert, weil es durch das extrem konzentrierte Schauen einfach überlastet wird. Beim binokularen Sehen existiert das Problem nicht! Sie schauen beliebig lange und bleiben entspannt. Selbst bei stark eingeschränkter Sehkraft auf einem Auge bewirkt die geringere Anspannung einen enormen Gewinn an Beobachtungsqualität.

Man hört oft die Kritik, dass ja bei Verwendung eines binokularen Ansatzes das Licht auf zwei Sehkanäle aufgespalten würde und dass dadurch nur 50% der Lichtintensität in jedem Auge ankommt. Mit diesem Argument werden viele Menschen davon abgehalten, selber auszuprobieren was das binokulae Sehen für eine revolutionäre Wirkung hat. Aber was dabei vergessen wird, ist dass ja die jeweils 50% Licht in jedem Auge ankommen und dass letztlich die gleiche Energie "im Gehirn" ( - genauer - im Hinterkopf) wieder vereinigt wird.
Was man dann sieht ist also keineswegs um 50% dunkler wie es behauptet wird. Der wirkliche Zugewinn ist nur für jemanden sichtbar, der es selbst einmal ausprobiert hat und sich ein paar Minuten mit dieser Art des Sehens vertraut gemacht hat. Letztlich wirkt das Bild nicht dunkler, sondern detailreicher, müheloser und schöner.

Baader Maxbright Binokular
Weitere Informationen
Technische Daten

Zusatzinformation

Allgemein
Hersteller Baader Planetarium
Artikelnummer (#) 2456460
EAN Code 4047825042873
Gewicht (kg) 0,595
Technische Daten
Öffnung (mm) Teleskopseitig 26 mm, Okularseitig 25,5 mm
Prisms 27 mm
Vergütung 7-lagig Mehrschicht-entspiegelt
Prismenvergütung 7-lagig Mehrschicht-entspiegelt
inkl. Zubehör ABS-Hartschalenkoffer, T-2 Anschlussadapter, Zeiss-Ringschwalbe
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2 Artikel

Martin Federspiel 181/06/2020 30/06/202015:19
  • Sterne:
Immersives Seherlebnis mit dem Baader MaxBright II Binokularansatz
Zusammenfassung
Das Baader MaxBright II Binokular ist ein sehr hochwertiges Zubehör für jeden, der die großen Vorteile beidäugigen Beobachtens am Fernrohr ausnutzen möchte.

Vorbemerkungen
Die Beobachtung mit beiden Augen hat ihre eigene Qualität. Durch ein Fernglas schaut man für gewöhnlich komfortabel mit beiden Augen. Bei einem astronomischen Fernrohr ist einäugiges Beobachten der Standard. Ein Binokularansatz ist daher ein sehr empfehlenswertes Zubehörteil, um an einem Fernrohr entspannt mit beiden Augen zu beobachten und so ein vollkommenes Wahrnehmungserlebnis zu erzielen.

Ich beobachte schon seit etwa 30 Jahren mit einem frühen Baader-Binokularansatz mit einem um 60° abgewinkelten Einblick. Dieses Gerät war für die damals gängigen Okulare gebaut. Moderne Okulare mit großem scheinbaren Gesichtsfeld werden von den kleinen Prismen mit 19 mm Durchlassöffnung nicht vollständig ausgeleuchtet.

Seit Jahren liebäugelte ich daher mit einem moderneren Bino, das zudem auch noch erschwinglich ist. Seit Frühjahr 2020 ist nun nach längerer Entwicklungs- und Produktionszeit das Baader-Maxbright II Binokular verfügbar. Die Prismen mit 26 mm freiem Durchlass leuchten auch weitwinkligere 1 1/4"-Okulare aus. Ich verwende es an einem 250 mm Schmidt-Cassegrain-Teleskop (f/10) und an einem 80 mm ED-Refraktor (f/6,25). Als Okulare sind Paare aus der Baader-Hyperion-Serie mit 68 Grad scheinbarem Gesichtsfeld und ein Paar älterer 35 mm Eudiaskopische Okulare (48 Grad scheinbares Gesichtsfeld) im Einsatz.

Beobachtung am langbrennweitigen Schmidt-Cassegrain-Teleskop
Schmidt-Cassegrain-Teleskope haben in der Regel einen sehr großen Fokussierbereich und einen großen Backfokus, sodass sich der Fokus mit dem MaxBright II in Kombination mit herkömmlichen Zenitspiegeln und ohne Glaswegkorrektor problemlos erreichen lässt. Die Bildschärfe ist hervorragend, ein Test mit engen Doppelsternen bei gutem Seeing ergab, dass das Auflösungsvermögen des Teleskops erreicht wird. Auch ohne Glaswegkorrektor konnte ich keinen Farbsaum etwa am hellen Mondrand erkennen. Ein Glaswegkorrektor kann trotzdem sinnvoll eingesetzt werden. Er verlängert die Brennweite des Teleskops und steigert damit auch die Vergrößerung. Mit einem Okularpaar und einem Glaswegkorrektor hat man so schon zwei Vergrößerungsstufen.

Helle Objekte wie Sonne (natürlich nur mit geeignetem Sonnenfilter vor dem Teleskop!), Mond und Planeten sind die Paradeobjekte für binokulares Beobachten. Bei guter Luftruhe und Kollimation des Teleskops lassen sich feinste Details in Sonnenflecken, der Sonnengranulation, in den sehr abwechslungsreichen Mondlandschaften, auf dem Mars, in der turbulenten Jupiteratmosphäre usw. erkennen. Mit den Signalen aus beiden Augen kann unser Gehirn ein optimales Bild errechnen, das ohne große Ermüdung schwache Kontraste und kleinste Strukturen zeigt. Die Beobachtung mit nur einem Auge empfinde ich wesentlich anstrengender. Bei manchen Objekten, etwa dem sehr detailreichen Mond, ergibt sich ein dreidimensionaler Eindruck, der natürlich nicht real ist, sondern von der Bildverarbeitung im Gehirn herrührt. Mit den schon recht weitwinkligen Hyperion-Okularen am Bino taucht man richtig in das Gesehene ein und fühlt sich als Teil der Szene, etwa als Raumfahrer, der über dem Mond schwebt. Mit anderen Worten: binokulares Beobachten wird zu einem immersiven Erlebnis.

Aber auch hellere strukturierte Deep Sky-Objekte wie Kugelsternhaufen lassen sich mit Gewinn binokular beobachten. Die aufgelösten Sterne scheinen vor dem diffusen Hintergrund der nicht aufgelösten Sterne zu schweben. Ich empfand auch Planetarische Nebel hoher Flächenhelligkeit und helle Gasnebel als lohnende Ziele für die Beobachtung mit dem Binokular.

Beobachtung mit dem 80 mm-ED-Refraktor
Mit diesem Instrument lässt sich mit dem Binokular der Fokus in Kombination mit einem normalen 2"-Zenitspigel nicht erreichen, auch nicht unter Verwendung eines 2,6x-Glaswegkorrektors. Es klappt erst, wenn man ein kurzbauendes Amiciprisma oder einen kurzbauenden Zenitspiegel aus dem Baader-Zubehörangebot verwendet, auf das/den der Binokularansatz mit eingesetztem Glaswegkorrektor direkt über das T-2-Gewinde aufgeschraubt wird. Ein solches Bauteil stellt jedoch eine nicht unerhebliche Zusatzinvestition dar.

In dieser Kombination kann man die wunderbare Welt des binokularen Sehens auch an diesem Instrument genießen. Auch hier wird die volle Abbildungsleistung des Fernrohrs erreicht. Ein kleineres Fernrohr eignet sich ja auch gut zur Landschafts- und Naturbeobachtung bei Tag. Die Anschaffung eines kurzbauenden Amici-Prismas (s.o.) für aufrechte und seitenrichtige Bilder mag deshalb ohnehin sinnvoll sein.

Technisches und Handhabung
Ich schließe das MaxBright II Binokular über den T-2-Anschluss an meinen Fernrohren an. Alternativ könnte auch der Zeiss-Mikro-Bajonett-Anschluss zum Einsatz kommen.

Die Okulare mit 1 1/4" Hülsendurchmesser werden mit ClickLock-Klemmen zentriert und sicher befestigt. Wichtig und hilfreich: An beiden Okularen ist durch Drehen eines Rings ein Dioptrienausgleich möglich. Das erlaubt optimale Fokussierung auch bei unterschiedlicher Kurz- oder Weitsichtigkeit der beiden Augen. Andere Fehlsichtigkeiten wie Astigmatismus werden am besten durch die Brille des Beobachters korrigiert. Dann ist bei der Auswahl der Okulare darauf zu achten, dass das Gesichtsfeld auch mit Brille komplett überblickt werden kann.

Alle optischen Flächen sind mehrfachbeschichtet und extrem reflexarm. Auch mit hellen Objekten im Gesichtsfeld habe ich keine Geisterbilder gesehen. Befindet sich ein sehr helles Objekt (etwa der Mond) knapp außerhalb des Gesichtsfelds, kann es zu schwachen Geisterbildern kommen, deren genaue Ursache ich nicht ergründet habe - denkbar wäre auch ein Reflex sonst irgendwo im Strahlengang.

Der individuelle Augenabstand kann zwischen 55 und 75 mm eingestellt werden. Bei mir sind es 70 mm. Dann passt der Nasenrücken noch gut zwischen die beiden Hyperion-Okulare. Bei Veränderung des Augenabstands bleibt der Fokus erhalten (im Gegensatz zu meinem alten 60 Grad-Binokular).

Das MaxBright II Binokular allein wiegt knapp 600g. Zusammen mit einem Paar Hyperion-Okularen, einem Prisma/Zenitspiegel und einem 2"-Adapter sind es bei mir schon rund 1700g. Das muss der Okularstutzen fernrohrseitig verkraften können, ohne dass er instabil wird, das Binokular nach hinten rausrutscht oder zur Seite wegkippt etc. Gegebenenfalls ist auch ein Gegengewicht vorzusehen, dass die Montierung nicht einseitig belastet wird.

Das MaxBright II Binokular macht einen sehr stabilen und hochwertigen Eindruck. Nichts wackelt oder lottert herum, die beweglichen Teile lassen sich sanft gegen einen angemessenen Widerstand bewegen. Die Parallelität der beiden Einblicke ist perfekt. Es wird in einem praktischen, gepolsterten Kunststoff-Köfferchen mit Platz für etwas Zubehör geliefert.
  • Das hervorragende Seherlebnis.
  • Auf den ersten Blick das Gewicht - aber größere Prismen und die entsprechende solide Mechanik darum herum haben nun mal ihr Gewicht.
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BillP 217/08/2020 05/08/202018:34
  • Sterne:
MaxBright II Binoviewer
The MaxBright II system has performed flawlessly for me in the field and provided me with many memorable views of rich star fields, open clusters, double stars, galaxies, nebula, supernova remnants, the Moon and planets (Venus). Their compact size, moderate weight, solid build quality, precise mechanical function, well thought out ergonomics, plethora of available accessories, and excellent optical performance has actually made me a fan of binoviewing again -- binoviewers I have used in the past have always complicated the observing process due to multiple quirks in their operation. Another thing I really like about the MaxBright IIs is the flexibility of interfacing them to the diagonal in multiple ways allowing it to be easily system-ready to handle most any observing situation (e.g., conventionally using either a 1.25" or 2" nosepiece; directly to a T2 compatible diagonal using the included T2 Cap Nut Connector to use less of the telescope's precious backfocus; using the included Zeiss Micro Bayonet Connector to rapidly connect and disconnect the MaxBright II and other accessories from a Micro Bayonet compatible diagonal). The performance, ease of operation, and flexibility of the MaxBright II Binoviewer provided for me seamlessly executed and thoroughly rewarding observing experiences, whether using 1.25" eyepieces that produced sweeping low magnification wide field vistas, to those eyepieces that produced the highest magnifications possible for detailed lunar and planetary observations.
  • Ease of use. Well thought out function. Precision. Small size and weight. Fully illuminated view using a 24mm 68 degree wide-field or 30mm Plossl
  • Nothing!
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