Baader Planetarium

Astronomische Highlights im Jahr 2026

Lee Sproats
Lee Sproats
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21. Januar 2026
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In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf das, was uns im nächsten Jahr am Himmel erwartet.

Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen

Sonnenwenden und Tagundnachtgleichen sind Ereignisse, die aus der Umlaufbahn der Erde um unsere Sonne und der Neigung der Erdachse resultieren. Sie markieren den Wechsel der Jahreszeiten und treten jeweils zweimal pro Jahr auf. Eine Sonnenwende findet statt, wenn die Sonne im Dezember am kürzesten Tag des Jahres (von der nördlichen Erdhalbkugel gesehen) am tiefsten am Himmel steht, und die andere, wenn sie im Juni am längsten Tag des Jahres am höchsten steht. Im März und September gibt es zwei Tagundnachtgleichen, an denen Tag und Nacht ähnlich lang dauern. Die Daten der Tagundnachtgleichen und Sonnenwenden für 2026 sind

  • 20. März – Frühlings-Tagundnachtgleiche, um 15:46 Uhr MEZ. Markiert den ersten Tag des Frühlings auf der Nordhalbkugel.
  • 21. Juni – Sommersonnenwende, um 10:24 Uhr MESZ. Markiert den ersten Tag des Sommers auf der Nordhalbkugel.
  • 23. September – Herbsttagundnachtgleiche, um 02:05 Uhr MESZ. Markiert den ersten Tag des Herbstes auf der Nordhalbkugel.
  • 21. Dezember – Wintersonnenwende, um 21:50 Uhr MEZ. Markiert den ersten Tag des Winters auf der Nordhalbkugel.

Meteorströme und andere Ereignisse für das bloße Auge

Meteore oder Sternschnuppen sind helle Lichterscheinungen, die man als kurzlebige Leuchtspur am Himmel sieht, wenn ein Stückchen Weltraumgestein (Meteoroid) in die Erdatmosphäre eintritt und aufgrund der Reibung verglüht. Meteorschauer treten auf, wenn die Erde durch eine Trümmerwolke fliegt, die Kometen oder Asteroiden auf ihrer Bahn um die Sonne zurückgelassen haben. Der Höhepunkt eines Meteoritenschauers wird erreicht, wenn wir den dichtesten Teil des Trümmerstroms durchqueren und die meisten Meteore sehen. Um Meteore oder Meteoritenschauer zu beobachten, braucht man nichts weiter als seine Augen, dazu vielleicht noch einen bequemen Stuhl oder eine Liege und eine warme Decke oder eine Wärmflasche für die langen Stunden unter dem Sternenhimmel, in denen man darauf wartet, dass ein Meteor über den Himmel schießt. Weitere Informationen zu Meteoritenschauern finden Sie beim VdS-Arbeitskreis Meteore.

Nachstehend finden Sie eine Tabelle mit einer Auswahl der wichtigsten Meteoritenschauer, die im Jahr 2026 zu sehen sein werden.

MeteorstromSichtbarkeitszeitraumMaximumgeschätzte stündliche RatMondphase
Quadrantiden28. Dezember - 12. Januar3./4. Januar120Vollmond
Lyriden14. - 30. April22/23. April18zunehmender Halbmond
Eta Aquariiden19. April - 28. Mai6. Mai40abnehmender Vollmond
Perseiden17. Juli - 24. August13. August100Neumond
Draconiden6. - 10. Oktober9. Oktober10 fast Neumond
Orioniden2. Oktober - 7. November21. Oktober20zunehmender Halbmond
Leoniden6. - 30. November18. November15Halbmond
Geminden4. - 20. Dezember14. Dezember120abnehmender Halbmond

Neben Meteoren gibt es noch weitere ausgedehnte Phänomene am Himmel zu sehen, wie beispielsweise Polarlichter im Winter und leuchtende Nachtwolken (NLC), die in nördlichen Breitengraden vom späten Frühjahr bis zum Spätsommer zu sehen sind. Es gibt zahlreiche Webseiten wie SpaceWeather.com sowie Social-Media-Gruppen, die regelmäßig über die aktuelle Aktivität berichten.

Die Sonne und Sonnenfinsternisse

Unsere Sonne

Im Jahr 2025 war unser nächstgelegener Stern weiterhin aktiv, sodass zahlreiche Sonnenflecken und Sonnenfleckengruppen sowie Polarlichter beobachtet und fotografiert wurden. Obwohl die Sonne den Höhepunkt ihres aktuellen Sonnenzyklus bereits überschritten hat, dürfte sie auch in diesem Jahr weiterhin häufig Sonnenflecken und Sonnenfleckengruppen, erhöhte Sonnenaktivität und beeindruckende Polarlichter hervorbringen. Auch 2026 ist also noch eine gute Zeit, um unsere dynamische und aktive Sonne zu studieren.

Vergessen Sie niemals, dass bei der Beobachtung oder Fotografie der Sonne äußerste Vorsicht und die Verwendung geeigneter, sicherer Sonnenfilter unerlässlich sind. Wenn es um die Sonne geht, muss Sicherheit IMMER an erster Stelle stehen: Schauen Sie NIEMALS ohne einen geeigneten Sonnenfilter in die Sonne! Die Beobachtung der Sonne ist gefährlich und kann zu dauerhaften Schäden an den Augen oder Kameras führen. Verwenden Sie immer einen geeigneten Sonnenfilter!

Um die Sonne sicher visuell oder fotografisch zu beobachten (und um die Sonnenfinsternis im August zu verfolgen), bietet Baader Planetarium eine Reihe von geeignetem Zubehör an.

Die visuelle und fotografische AstroSolar-Folie ist äußerst beliebt und ermöglicht es Ihnen, Ihren eigenen Filterhalter passend zu Ihrer Ausrüstung zu bauen. Außerdem gibt es eine Reihe von vorgefertigten Filtern in verschiedenen Größen, die mit der AstroSolar-Folie ausgestattet sind und für Kameraobjektive, Ferngläser, Spektive und große Teleskope geeignet sind.

Weitere Informationen zu Sonnenzubehör finden Sie hier:

Eine andere Möglichkeit zur sicheren Sonnenbeobachtung bietet das MK II Baader 2" Cool-Ceramic Safety Herschel Prisma, das an Linsenteleskopen genutzt werden kann und in einer visuellen sowie einer fotografischen Version (letztere mit zusätzlichen Graufiltern) erhältlich ist. Mit dem Baader herschelkeil können Sie auch hohe Vergrößerungen nutzen, um Sonnenflecken, Sonnenfleckengruppen und die Granulation besser zu sehen. Dieses vielseitige Zubehörteil bietet zahlreiche Anschlussmöglichkeiten für okular-/kameraseitiges Zubehör.

Bevor Sie Ihr Teleskop für die Sonnenbeobachtung aufbauen, können Sie auf der GONG-Webseite die Sonnenaktivität überprüfen. Diese Webseit nutzt Echtzeitdaten von verschiedenen Sonnenobservatorien auf der ganzen Welt, die die Sonne in verschiedenen Wellenlängen zeigen.

Totale Sonnenfinsternis am 12. August 2026

Für viele ist das astronomische Highlight des Jahres 2026 die Sonnenfinsternis am Mittwoch, dem 12. August. Von Deutschland aus wird sie am späten Nachmittag zu sehen sein, allerdings nur als partielle Sonnenfinsternis. Für diejenigen, die reisen möchten, um dieses großartige Schauspiel zu sehen, verläuft die Totalitätszone vom Westen Islands über den Atlantik bis westlich von Irland. Anschließend überquert sie die Nordküste Spaniens vom Westen Bilbaos bis zur Südostküste einschließlich Valencia und in Richtung Palma.

Simulierter Anblick der fast vollständig verfinsterten Sonne am 12. August in einem Celestron 6" f/10 SCT mit einem Morpheus® 76° 17,5mm Weitwinkel-Okular (#2954217 , € 275,- ) und einem vorgefassten Baader ASTF AstroSolar zur sicheren Beobachtung.

Für alle die in Deutschland bleiben, haben wir hier die maximale Bedeckung der Sonne durch den Mond für einige deutsche Großstädte:

  • Hamburg/Berlin ~85%
  • Düsseldorf/Frankfurt/München ~88%
  • Stuttgart ~89%

Von München aus beginnt die Sonnenfinsternis um 18:23 Uhr MESZ, wenn die Sonne etwa 10 Grad über dem Horizont steht. Zum Zeitpunkt der maximalen Bedeckung um 19:15 Uhr MESZ wird die Sonne knapp 2 Grad über dem westlichen Horizont stehen – der Sonnenuntergang erfolgt bereits etwa 15 Minuten später. Um die Sonnenfinsternis zu sehen oder zu fotografieren, müssen Sie also einen Ort mit einem niedrigen und flachen Horizont finden. Die geringe Höhe zum Zeitpunkt der maximalen Bedeckung kann jedoch für fantastische Landschafts- oder Stadtansichten sorgen!

Auf dieser interaktiven Karte zur Sonnenfinsternis können Sie sehen, wie viel von der Sonne verdeckt sein wird und wann die Sonnenfinsternis an Ihrem Standort beginnt und endet: http://xjubier.free.fr/en/site_pages/solar_eclipses/TSE_2026_GoogleMapFull.html

You can also read our article of this and other upcoming eclipses for the next few years visible from Europe here:

Sonnenfinsternisse in Spanien – 2026, 2027 und 2028 18. Juni 2025 Team Baader Planetarium - Seit Jahren schon sind unsere Kollegen in den entlegensten Orten der Welt auf der Jagd nach der nächsten Sonnenfinsternis. Sehen Sie dazu z.B. unsere bisherigen Blog-Beiträge, teils auf AstroSolar.com: 2015: Sonnenfinsternis auf Spitzbergen 2016: Sonnenfinsternis… Weiter lesen

Bei der Beobachtung oder Aufnahme einer partiellen Sonnenfinsternis (oder der partiellen Phase einer totalen Sonnenfinsternis) ist äußerste Vorsicht geboten. Es muss immer ein geeigneter, sicherer Sonnenfilter verwendet werden. Wenn es um die Sonne geht, muss Sicherheit IMMER an erster Stelle stehen: Schauen Sie NIEMALS ohne einen geeigneten Sonnenfilter in die Sonne! Die Beobachtung der Sonne ist gefährlich und kann zu dauerhaften Schäden an den Augen oder Kameras führen. Verwenden Sie immer einen geeigneten Sonnenfilter!

Um die partielle Sonnenfinsternis (oder die partiellen Phasen der totalen Sonnenfinsternis) sicher beobachten zu können, bietet Baader Planetarium seine CE/ISO-zertifizierten Sonnenfinsternisbrillen in Silber/Gold an, die wie eine normale Brille getragen werden, 99,999% der Sonnenstrahlung blockieren und 100 % UV- und IR-Schutz bieten. Diese sind jetzt in drei verschiedenen Rahmen-Designs erhältlich.

CE/ISO-zertifizierte Silver/Gold Solar Eclipse Viewer Sonnenfinsternisbrillen von Baader Planetarium

Der neue Baader Solar Projection Screen (BSPS) (#2420400 , € 39,- ) eröffnet eine sichere und bequeme Möglichkeit zur Sonnenbeobachtung und ist perfekt, um die Finsternis mit einer kleinen Gruppe zu beobachten. Er wird an ein für die Sonnen- und Okularprojektion geeignetes Teleskop angeschlossen und zeigt per Rückprojektion die Sonne im Weißlicht, ideal für die Beobachtung von Sonnenflecken und Finsternissen. Durchd ie Rückprojektion ist er ein gecshlossenes System, sodass niemand versehentlich in das Okular schauen oder in den Strahlengang greifen kann. Er wird als Bausatz geliefert,d er ohne Werkzeug schnell und einfach zusammengebaut wird. Eine Bauanleitung und ein Video finden Sie auf der Produktseite.

Wenn Sie sich hinsichtlich der sicheren Beobachtung oder Fotografie der Sonne oder der Sonnenfinsternis unsicher sind und Fragen haben oder weitere Beratung benötigen, wenden Sie sich bitte an einen unserer hilfsbereiten autorisierten Baader Planetarium Händler, die Ihnen gerne weiterhelfen.

Der Mond und Mondfinsternisse

Unser Mond

Der Mond erscheint regelmäßig an unserem Himmel und zeigt uns während seinem Lauf um die Erde seine verschiedenen Phasen. Dank seiner Helligkeit und scheinbaren Größe ist er leicht zu finden, was ihn zu einem beliebten Beobachtungs- und Fotomotiv für Amateurastronomen jeden Alters und jeder Erfahrungsstufe macht. Oft steht er in der Nähe anderer Himmelsobjekte wie den Planeten oder helen Deep-Sky-Objekten, was in Ferngläsern oder Teleskopen einen hübschen Anblick bietet und reizvoller Fotomöglichkeiten ergibt. In unseren Monatsvorschauen weisen wir auf solche Ereignisse hin.

Mit bloßem Auge können Sie die Mondphasen sehen, da er etwa alle 29,5 Tage einen vollständigen Zyklus durchläuft, sowie die hellen Bereiche (die Hochländer oder "Terrae") und dunklen Regionen (die Mondmeere oder "Maria") auf der Mondscheibe. Wenn Ihre Neugierde auf den Mond über die Beobachtung mit bloßem Auge hinausgeht und Sie mehr Deatils sehen wollen, benötigen Sie ein Fernglas oder ein Teleskop. Unser Erdtrabant ist jederzeit ein beeindruckender Anblick, und selbst kleine Einsteiger-Teleskope bieten Ihnen einen detaillierten Blick auf seine Krater und andere Oberflächenmerkmale.

Simulierter Anblick des abnehmenden Monds in einem beiebten Einsteigerteleskop – einem Celestron Starsense 150 newtonian tabletop mit einem Hyperion® 68° 10mm, modulares Okular (#2454610 , € 165,- ) bei 75x Vergrößerung.

Wenn Sie sich für die Beobachtung des Mondes interessieren, ist der Doppelte Polarisationsfilter, erhältlich in 1.25" und 2". Dieser Filter, der in den Tubus eines Okulars oder eines Zenitspiegels geschraubt wird, kann die Blendung insbesondere bei Vollmond reduzieren und so ein angenehmeres Beobachtungserlebnis ermöglichen.

Hier sind unsere Top 5 der Krater, Meere und anderen Merkmale, die Sie auf dem Mond finden und sehen können:

  • Krater: Tycho, Copernicus, Aristarchus, Clavius, Grimaldi
  • Meere: Mare Imbrium, Mare Serenitatis, Mare Tranquillitatis, Mare Crisium, Mare Frigoris
  • Andere Mondmerkmale: Hadley Rille, Alpental, Rupes Recta, Alpen und Apenninen

Mondfinsternis – 28. August 2026

In der Nacht und am frühen Freitagmorgen findet eine partielle Mondfinsternis statt, die in ganz Deutschland zu sehen sein wird. Immerhin ~94 % des Mondes werden im Kernschatten der Erde liegen. Die Finsternis ist etwas für Frühaufsteher: Sie beginnt um 03:23 Uhr MESZ, die maximale Verfinsterung um 06:12 Uhr MESZ. Die Finsternis endet um 09:01 Uhr MESZ.

Der Mond geht in Deutschland aber schon gegen 06:32 Uhr MESZ unter, sodass die maximale Verdunkelung nur etwa 20 Minuten lang tief am westlichen Horizont im morgendlichen Dämmerungshimmel zu sehen sein wird. Dies könnte jedoch eine sehr schöne Gelegenheit für fotogene Landschafts- oder Stadtbilder bieten!

Simulierte Ansicht einer Mondfinsternis durch das BAADER APO 95/580 CaF2 Travel Companion (#2300095 , € 4495,- ) mit einem 2" BBHS® Astro Amici-Prisma mit Justagefunktion (#2456120 , € 670,- ) und dem Hyperion® 68° 21mm, modulares Okular (#2454621 , € 165,- )

Die Planeten im Jahreslauf

regelmäßigen monatlichen Himmelsvorschauen werden wir uns die Planeten im Laufe des Jahres genauer ansehen.

Merkur: Aufgrund seiner Sonnennähe ist Merkur schwer zu beobachten. Die besten Zeiten, um den Planeten zu sehen oder zu fotografieren, sind um die Zeit der westlichen (Morgenhimmel) oder östlichen (Abendhimmel) Elongation, wenn der Planet den größten Winkelabstand zur Sonne hat. Nachfolgend finden Sie eine Liste der maximalen Elongation (Entfernung) des Merkur:

  • 19. Februar: 18° Ost (Abendsichtbarkeit)
  • 3. April: 28° West (Morgensichtbarkeit)
  • 16. Juni: 25° Ost (Abendsichtbarkeit)
  • 2. August: 20° West (Morgensichtbarkeit)
  • 12. Oktober: 25° Ost (Abendsichtbarkeit)
  • 21. November: 20° West (Morgensichtbarkeit)

Venus: Unser Nachbarplanet, der fast so groß wie die Erde ist, aber ein heißes und höllisches Klima hat, ist von Februar bis September als Abendstern zu sehen. Am 14. August erreicht sie ihre größte östliche Elongation und am 22. September ihre größte Helligkeit. Sie strahlt dann -4,6mag hell. Ab Anfang November wechselt sie an den Morgenhimmel und erreicht dort am 27. November ihre größte Helligkeit. Für den Rest des Jahres bleibt sie in den Morgenstunden sichtbar.

Mars: Der rote Planet ist erst Anfang Juni tief am östlichen Morgenhimmel zu sehen. Im Februar 2027 erreicht er seine Opposition. Am Ende des Jahres geht er kurz vor Mitternacht auf.

Jupiter: Dieser Gasriese, der größte Planet unseres Sonnensystems, erreichte am 10. Januar seine Opposition. Er bleibt bis Ende Juni am Abendhimmel sichtbar, bevor er in der Abenddämmerung verschwindet. Ab Mitte August wird er morgens vor Tagesanbruch tief im Nordosten sichtbar sein.

Saturn: Der Ringplanet, den viele als den schönsten Planet ansehen, ist bis Anfang März sichtbar. Im Mai wird er dann zu einem Morgenobjekt. Am 4. Oktober erreicht er seine Opposition.

Uranus: Befindet sich 2026 im Stier in der Nähe des offenen Sternhaufens der Plejaden (Messier 45) und wird dort auch noch einige Zeit bleiben. Er ist bis Anfang Mai sichtbar und wird dann im Juli zu einem Morgenobjekt. Am 25. November steht er in Opposition.

Neptun: Der äußerste Planet des Sonnensystems ist bis März am Abendhimmel und ab Juni dann wieder am Morgenhimmel zu sehen. Neptun steht am 25. September in Opposition.

Die Schmidt-Cassegrain (SCT) und EdgeHD von Celestron genießen unter Mond- und Planetenbeobachtern einen sehr guten Ruf, da ihr optisches Design eine lange Brennweite und hohe Vergrößerung bietet, die für die detaillierte Beobachtung und Fotografie von Planeten und Mond erforderlich sind – und das in einem sehr kompakten und transportablen Tubus. Celestron bietet SCTs von 6" bis 14" (EdgeHD von 8" bis 14") sowohl in Kombination mit passenden Montierungen als auch als einzelnes Teleskop an. Von manuellen und computergesteuerten Alt-Azimut-Montierungen bis hin zu computergesteuerten parallaktischen GoTo-Montierungen gibt es für jeden Anwendungszweck die richtige Montierung.

Für die Beobachtung von Mond und Planeten sind die Baader Hyperion 68° Weitwinkel-Okulare sehr beliebt. Es gibt sie als Festbrennweiten-Okulare von 5 mm (hohe Vergrößerung) bis 36mm (niedrige Vergrößerung). Diese nicht zu teuren Okulare sind bei Amateurastronomen beliebt, da sie einen hohen Beobachtungskomfort mit praktischen Eigenschaften für die Fotografie verbinden. Ihr 68° großes Eigengesichtsfeld, zusammen mit dem großen Augenabstand auch für Brillenträger und der hervorragenden Phantom Group Mehrfachvergütung, liefert helle, kontrastreiche Bilder, egal ob sie kontrastreiche Planeten oder lichtschwache Deep-Sky-Objekte beobachten. Mit ihrem modularen Design können sie für die Fotografie leicht an eine Kamera adaptiert werden. Diese Vielseitigkeit macht sie zu einer hervorragenden Wahl für visuelle Beobachter und Fotografen gleichermaßen.

Neben den Festbrennweiten-Okularen gibt es auch das Hyperion® Universal Zoom Mark IV, 8-24mm Okular (1¼" / 2") (#2454826 , € 275,- ) . Fünf seiner Brennweiten sind mit Click-Stops markiert. Es ist sehr beliebt bei den Beobachtern, die schnell zwischen evrschiedenen Vergrößerungen wechseln wollen, ohne ständig das Okular zu wechseln. Genau wie die Festbrennweiten bietet auch das Zoom die Möglichkeit zum Kameraanschluss.

Simulierter Anblick von Saturn in einem Celestron 9.25" SCT mit einem Hyperion® 68° 5mm, modulares Okular (#2454605 , € 165,- )

Kometen

Früher verbreiteten sie Angst und Schrecken, heute sind sie gern gesehen Besucher an unserem Himmel: Kometen sind seltene Gäste im inneren Sonnensystem und tauchen meist ohne lange Vorwarnzeit an unserem Himmel auf. Es sind "schmutzige Schneebälle" aus Eis und Gestein vom Rand des Sonnensystems, die oft viele Jahrhunderte für eine Umkreisung der Sonne benötigen. Nur wenige sind daher regelmäßig an unserem Himmel zu sehen, viele werden erst wenige Monate entdeckt, bevor sie uns nahe genug kommen und hell genug werden, um im Fernglas oder gar mit bloßem Auge sichtbar zu sein.

Path of Comet C/2025 R3 (PanSTARRS) during the first half of the year.

Der Komet C/2025 R3 (PanSTARRS) wurde erst im September 2025 entdeckt. Am 19. April 2026 steht er in Sonnennähe, und am 26./27. April wird er unserer Erde am nächsten sein. Wenn er Ende April zwischen den Umlaufbahnen von Merkur und Venus steht, wird es zu einer Morgensichtbarkeit kommen. Er durchquert im April rasch die Sternbilder Pegasus, Fische, Walfisch und Stier. Wahrscheinlich bleibt er mit 8. Größe ein Ziel für Ferngläser – je nachdem, wie sich die Gas- und Staubwolke entwickelt, die er bei seiner Annäherung an die Sonne abgibt, und ob er durch die Vorwärtsstreuung des Sonnenlichts heller wird, könnte er sogar 3. Größe erreichen und wäre dann ein einfaches Ziel für das bloße Auge. In der Zeit um den 1. Mai stört der helle Vollmond, interessant ist es also in den letzten beiden Aprilwochen.

Wie hell er letztlich wird, ist aktuell noch reine Spekulation – aber es lohnt sich auf jeden Fall, hin im Auge zu behalten. Und wer weiß, welche Überraschungsgäste uns in diesem Jahr noch erwarten?

Weitere Informationen über die Entwicklung dieses Kometen und andere Kometen sowie deren Sichtbarkeit finden Sie unter Visual comets | astro.vanbuitenen.nl

Deep-Sky-Objekte

Der Begriff „Deep-Sky-Objekte” (kurz DSOs) bezieht sich auf Himmelsobjekte wie Galaxien, Nebel und Sternhaufen im "tiefen Himmel", also außerhalb des Sonnensystems. Je nach Jahreszeit stehen wechselnde Ziele hoch an unserem Nachthimmel. Zum Beispiel sehen wir zurzeit am Winterhimmel viele Nebel und Sternhaufen. In einigen Monaten, im Frühling, wird unser Nachthimmel hauptsächlich von Galaxien dominiert, und wir bezeichnen diese Zeit als „Galaxiensaison”.

Hier ist eine kleine Auswahl von jeweils drei beliebten Deep-Sky-Objekten, die Sie in jeder der vier Jahreszeiten beobachten können. Sie eignen sich auch hervorragend für Deep-Sky-Fotografie!

Winter

  • Orionnebel (M42)
  • Plejaden (M45)
  • Krebsnebel (M1)

Frühling

  • Leo-Triplett (M65, M66 und NGC 3628)
  • Whirlpool-Galaxie (M51)
  • Bodes Galaxie (M81) und Zigarren-Galaxie (M82)

Sommer

  • Der Kugelsternhaufen im Herkules (M13)
  • Der Ringnebel in der Leier (M57)
  • Lagunennebel (M8)

Herbst

  • Andromeda-Galaxie (M31)
  • Perseus-Doppelhaufen (NGC 869 und NGC 884)
  • Der Kugelsternhaufen im Pegasus (M15)

Jeden Monat konzentrieren wir uns auf ein bestimmtes Sternbild und die Himmelsobjekte in ihm, die zu dieser Zeit gut für Beobachtungen oder Aufnahmen geeignet sind. Halten Sie also jeden Monat Ausschau nach diesen Objekten.

Es gibt viele Deep-Sky-Objekte, die schon mit einem Fernglas gesehen werden können, aber ein Teleskop zeigt mehr Details und lässt Sie auch zahlreiche lichtschwächere Ziele beobachten. Newton-Teleskope eignen sich gut für die Deep-Sky-Beobachtung, da sie aufgrund ihrer einfachen Spiegelkonstruktion relativ kostengünstig hergestellt werden können. Sie können daher Teleskope mit großer Öffnung, die mehr Licht sammeln, zu einem erschwinglichen Preis erwerben.

Für diejenigen, die Deep-Sky-Objekte nicht nur visuell beobachten, sondern auch fotografieren wollen, sind die Celestron SCT/EdgeHD-Teleskope interessant. Es gibt sowohl die Komplett-Sets aus Teleskop und Montierung wie das 8-Zoll-EdgeHD-Teleskop auf der robusten, stabilen CGX-Montierung in deutscher Äquatorialausführung als auch die einzelnen Teleskope zum Einsatz auf vorhandenen Montierungen.

Für ale, die ein großes Bildfeld für die Fotografie größerer Ziele wie dem Orionnebel oder von Galaxienhaufen wollen, sind die lichtstarken Celestron RASA 8", 11" und 14" f/2-Teleskope sehr beliebt. Passend zu diesen Astrographen bietet Baader Planetarium eine Reihe hochwertiger gekühlter CMOS-Kameras, Filterräder und Zubehörteile von Moravian Instruments an, die sich für die Deep-Sky-Fotografie ebenso wie für Mond- und Planeten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Produktseite unserer Website.

Eien beeindruckende Aufnahme der Andromeda-Galaxie von Yannick Akar mit einem 11" Celestron f/2 RASA und einer gekühlten APS-C Kamera. Dabei kamen die Baader LRGB und 3.5/4nm f/2 Ultra-Highspeed Filter zum Einsatz, die speziell für schnelle Teleskope entwickelt wurden. Die Gesamtbelichtungszeit betrug eindrucksvolle 146,3 Stunden (H-alpha: 1140×120″+ 220×180″, O-III: 1100×180″, Luminanz: 1200×60″, Rot: 330×90″, Grün: 272×90″, Blau: 292×90″) und konnte so faszinierende Strukturen offenbaren, die erst kürzlich entdeckt wurden. Weitere Bilder von Yannickfinden Sie hier.

Astrofotografen greifen häufig zu Filter, um Deep-Sky-Objekte abzubilden. Baader Planetarium produziert eine der breitesten und technisch fortschrittlichsten Produktpaletten an Astrofotografie-Filtern, die für die Verwendung mit verschiedenen Optiken mit unterschiedlichen Öffnungsverhältnissen geeignet sind und alles von Breitband-LRGB bis zu Schmalband-Ha/OIII/SII abdecken. Außerdem bietet das Unternehmen spezielle Filter für Sonne, Planeten und Kometen an. Für diejenigen, die zu wissenschaftlichen Projekten beitragen möchten, gibt es auch Bessell- und Sloan-SDSS-Photometrie-Filter. Weitere Informationen finden Sie hier.

In unseren regelmäßigen monatlichen Übersichten über den Nachthimmel werden wir noch mehr über die oben genannten und andere astronomische Ereignisse an unserem Himmel berichten.

Wir alle hier bei Baader Planetarium wünschen Ihnen ein großartiges Jahr 2026 und viele klare Nächte!

Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl oder Verwendung eines Baader Planetarium Produkts für die Beobachtung oder Fotografie des Nachthimmels benötigen, kontaktieren Sie bitte einen unserer autorisierten Baader Planetarium Händler, der Ihnen gerne alle Fragen beantwortet.