Koldewey-Station Spitzbergen (AWI)

NyAlesund ist der nördlichste, ständig besiedelte Ort der Erde. Von diesem Punkt aus sind fast alle europäischen Expeditionen zur Eroberung des Nordpols aufgebrochen. Während des polaren Winters führt die Route über das Packeis - von hier knapp 1000 km ("Luftlinie") - bis zum geographischen Pol.
Sowohl die Geographie, als auch die Witterungsbedingungen sind einzigartig. Zwei Kuppeln von Mitbewerbern haben an diesem Ort nicht funktioniert und mussten zugunsten dieser Konstruktion entfernt werden. Das Hauptbild links zeigt die 3,2 Meter Baader Beobachtungskuppel der Koldewey-Station für Atmosphärenforschung in NyAlesund auf Spitzbergen im November 2003 - nur wenige Tage nach einem der größten, je gemessenen Sonnenflares.

Kuppelausstattung:

vollautomatisiert, Internetkompatibel mit eigener Software, 3 Mtr. Durchmesser Zahnkranz (in "eisbrechender" Ausführung), Absolutencoder, teleskopgekoppelte Kuppeldrehung, witterungsunempfindliche Sensorik, hermetische, tieftemperaturbeständige Dichtungen, doppelschalige (Sandwich-) Bauweise mit PU-Isolierung, Enteisungsanlage.

Instrument:

Zeiss-Meniskas 180 mit automatischem Sternphotometer und ST-4 CCD-Kamera auf Astro-Physics 900 Montierung in tieftemperaturtauglicher Ausführung (man beachte die Polhöhe der Stundenachse bei 80° Nord).

Instrumentenupgrade im November 2010

Starphotometer-Messkampagne mit Hochgeschwindigkeits Sternphotometer auf azimutaler Präzisionsmontierung AZ 2000 Montierung (Vorgänger der aktuellen 10Micron AZ 2000 HPS)  in Baader Planetarium 3,2M Tieftemperatur-Beobachtungskuppel. Im Gegensatz zu den weitverbreiteten Sonnenphotometer-Messungen können diese Aerosolmesungen speziell während der Polarnacht stattfinden. Die Aufnahmen entstanden hauptsächlich in den letzten mittäglichen blauen Stunden der beginnenden Polarnacht. Die Polarlichter wurden vom gleichen Standort aus aufgenommen.