Privatperson

GM 2000 QCI –

Hansjörg Wälchli

10Micron GM2000 QCI – Kundenurteil
ein Bericht von Hansjörg Wälchli

Im August 2009 konnte ich aus zweiter Hand eine 10Micron GM2000 QCI Ultraport erwerben. Den Kauf habe ich seither – das kann ich bereits hier anmerken – nie bereut.

In den folgenden Absätzen möchte ich einige Erfahrungen mit der Montierung weitergeben und ich denke, dass ich auch eine recht gut dokumentierte Angabe über die Nachführgenauigkeit meines Exemplars machen kann. Schaut man die Kataloge und Werbemittel der Händler von Ausrüstung für die Amateurastronomie durch, springt einem die zunehmende Berücksichtigung des Aspektes “Mobilität” ins Auge. Alle haben wir wohl mehr oder weniger mit der wachsenden Lichtverschmutzung zu kämpfen und wer nicht gerade eine Sternwarte auf einer dunklen Alm sein Eigen nennen kann, wird – zumindest zeitweise – seine Ausrüstung in ein Auto packen und damit an einen dunklen Ort, möglichst weitab jeglicher Zivilisation, fahren. Wohl mit diesem Hintergedanken verkauft 10Micron ihre Montierungen jeweils auch in einer “Ultraport” (ultra portable) Version. Mir scheint der Begriff für eine im Gesamten gute 30 Kg schwere GM2000 – auch wenn sie in mehrere Stücke geteilt werden kann – etwas weit hergeholt. Ein entsprechend gewichtiges Mobiltelefon …
… aufgrund der gemachten Erfahrungen kann ich – wie bereits am Beginn dieses Kundenurteils kurz erwähnt – ein durchweg positives Urteil zur Montierung 10Micron GM2000 QCI geben. Toll verarbeitet, mit fortschrittlichster Elektronik und perfekter mechanischer Präszision erfüllt sie wohl all das, was heute im Amateurbereich erwartet werden kann. Angesichts der beobachteten Nachführgenauigkeit stellt sich mir die Frage nach einer Aufrüstung zu einer mit Wellenencodern ausgerüsteten und allenfalls direkt angetriebenen Montierung nicht. Eher werde ich die nächstens erscheinende GM1000 für den mobilen Einsatz ins Auge fassen. Ich bin schon jetzt gespannt auf das Teil.

Hasle-Rüegsau (Schweiz) im Februar 2011 – Hansjörg Wälchli

pdf GM 2000 QCI - Kundenurteil von Hansjörg Wälchli

Nach einigen Nächten über Neujahr, während derer ich Astrofotografie mit Nachführung betrieben hatte, wollte ich – auch um das Kundenurteil, welches Sie gerade lesen abrunden zu können, ermitteln, wie lange ohne aktive Nachführung belichtet werden könnte. Der erwähnte TEC Apochromat “ritt” dabei auf der GM2000 und versorgte mit seinen 980mm Brennweite die angeschlossene SBIG STL11000M mit Photonen des im Bildfeld liegenden Leo-Triplets.
« Kurve “Peak to Peak” Fehler des freilaufenden RA-Antriebs (periodischer Schneckenfehler) mit 10Micron A-PEC Funktion
Der Abbildungsmassstab betrug 1.83″/Pixel. Die untenstehenden Bilder sind lediglich durch einen Dunkelbildabzug und einer leichten Anpassung der Tonwerte für eine bessere Anzeige korrigiert worden. Es handelt sich durchweg um Ausschnitte aus einzelnen, nicht gestackten Frames (daher auch das Rauschen). Für die Belichtungszeiten von 300, 600 und 900 Sekunden wird jeweils ein Bild mit 500% Abbildungsmassstab gezeigt. Die Deklinationsachse verläuft horizontal (Norden links), die Rektaszension vertikal (Osten unten).

Ab 10 Minuten zeigen sich erste leichte Verformungen der Sterne, die aber erst ab 15 Minuten zu unbrauchbaren Ergebnissen führen. Allerdings sind die Sterne in Deklinationsrichtung verzogen, was eher auf einen Aufstellungsfehler als einen Nachführfehler hindeutet.

Alle Vorschaubilder lassen sich durch Anklicken vergrößern, mehr zu diesem Test im pdf-file von Herrn Wälchli.Mehr Bilder von Hansjörg Wälchli finden Sie unter http://burgdorf.astronomie.ch/galerie/wah/galerie.htm