Perseiden-Sternschnuppen am 12. und 13. August

Sommerzeit ist Sternschnuppenzeit!

Perseiden Sternschnuppen

@ Martin Rietze

In der Nacht vom 12. auf den 13. August ist das Maximum der Perseiden-Sternschnuppen. Dann kreuzt die Erde erneut die Bahn des Kometen Swift-Tuttle, und zahlreiche Staubteilchen, die er auf seiner Bahn hinterlassen hat, verglühen in unserer Atmosphäre als Sternschnuppen. Besonders in der zweiten Nachthälfte, wenn wir uns in Flugrichtung auf der "Bugseite" der Erde befinden, ist daher mit zahlreichen Sternschnuppen zu rechnen. In der ersten Nachthälfte, gegen 22 oder 23 Uhr, gibt es weniger Sternschnuppen - dafür können Sie eindrucksvoller sein: Ihr Ursprung im Sternbild steht dann noch flach über dem Horizont, und die Sternschnuppen können eine weitere Strecke durch unsere Erdatmosphäre zurücklegen. So sehen wir eine längere Leuchterscheinung, als wenn sie morgens fast senkrecht auf uns herabfallen.

Die Perseiden gelten zusammen mit den Leoniden als ergiebigster Sternschnuppenstrom, und in diesem Jahr sind die Beobachtungsbedingungen besonders gut: Während des Maximums stört kein Mond am Himmel, sodass auch schwächere Sternschnuppen gut zu sehen sind. In der Nacht vom 12. auf den 13. August ist mit den meisten Sternschnuppen zu rechnen, bis zu hundert pro Stunde sind möglich - auch wenn nicht alle hell und auffällig sind. Zwischen zwei Sichtungen können daher gerade in den Abendstunden schon einmal zehn oder fünfzehn Minuten vergehen. In den Nächten vorher und nachher ist immerhin mit rund zehn Perseiden-Sternschnuppen pro Stunde zu rechnen.

Aufgrund der Bahn der Erde scheinen alle Sternschnuppen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, das im Nordosten steht. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie auch alle in diesem Sternbild zu sehen sind - halten Sie den Nord- und Ost-Himmel im Auge. Die kostenlose App Celestron SkyPortal hilft Ihnen dabei, das Sternbild zu finden.

Um Sternschnuppen zu beobachten, benötigen Sie kein Teleskop: Die flinken Leuchterscheinungen sind viel zu ausgedehnt für ein Teleskop, und man kann nicht vorhersagen, wo genau sie auftreten werden. Selbst mit einem Fernglas wird es sportlich. Am besten halten Sie sie im Bild fest, wenn Sie mit einem lichtstarken Weitwinkelobjektiv beständig den Himmel fotografieren. Richten Sie die Kamera etwa auf das Sternbild Perseus aus. Bei längeren Belichtungszeiten werden die Sterne durch die Erddrehung rasch zu Strichen verzerrt. Eine kleine Kameranachführung wie die kompakte NanoTracker Reisemontierung (inkl. Mini-USB) (#2411050) gleicht die Erddrehung aus, sodass die Sterne Punkte bleiben.

Viel Erfolg beim Beobachten!

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