Author Archives: Michael Risch

Michael Risch

Seit er als kleines Kind die letzte Mondlandung gesehen hat, interessiert sich Michael für Astronomie und Raumfahrt.1981 wurde er Mitglied im Verein der Amateurastrononen des Saarlandes und hat als Vorstandsmitglied den Aufbau der Sternwarte Peterberg begleitet. Als Mitbegründer und erster Webmaster von www.astronomie.de hat er zahlreiche Ideen und Berichte zu astronomischen- und Raumfahrtthemen zum ersten deutschen Astronomieportal beigesteuert. In der Praxis hat er sich mit Planeten- und Kometen, Sonne, Deep Sky- sowie TWAN-Style Fotografie befasst, auch auf Fernreisen u.a. zu 7 totalen Sonnenfinsternissen. Als langjähriger wissenschaftlicher Lektor hat er "Nordlicht und Sterne" Reisen in den Polarkreis geleitet. Michael hat viele eigene Fotos und Artikel in Fachzeitschriften veröffentlicht und mit seinem Kollegen Martin Rietze für "Color Foto" Kapitel für die Bücher Fotoschule und Extremfotografie verfasst.

Bei Baader-Planetarium ist er im Sternwarten-Projektteam und wird im In- und Ausland für Vorträge gebucht. Ferner ist er Fachberater für Observatorien, Kuppeln, High End Montierungen, Teleskope und vieles mehr.


  • Marsopposition 2020 – Die Rückkehr des roten Planeten

    Wer erinnert sich noch an die Mondfinsternis vor zwei Jahren? Damals war der Mond nicht das einzige orange-rötliche Himmelsobjekt. In der Nähe stand – neben Jupiter – noch der Mars am Himmel. Die beiden Planeten wurden damals von sehr vielen Menschen zum ersten Mal bewusst "live" gesehen – dank der Aufmerksamkeit, welche die Mondfinsternis erzeugte. Der Mond wird uns dieses Jahr leider nicht wieder eine solche Show liefern, aber Mars kommt zurück. Wie schon seit Anbeginn der Menschheit ist er alle zwei Jahre hell strahlend am Himmel zu sehen. Denn diese zwei Erdenjahre sind ziemlich genau ein Marsjahr, also die Zeit, welche der Mars für einen Umlauf um die Sonne benötigt. Erst dann steht er wieder hell an unserem Nachthimmel. DER HIMMELSKRIEGER, UNSERE KÜNFTIGE HEIMAT? Welchen...
  • Komet Neowise einmal anders

    Komet NEOWISE ist wohl der schönste Komet seit 25 Jahren auf der Nordhalbkugel der Erde. Kometen sind Boten aus der Entstehungszeit des Sonnensystems, tiefgefrorene Überbleibsel aus der Urwolke aus der die Planeten entstanden sind. Wenn sie aus den kalten Tiefen des äußeren Sonnensystems zu uns kommen und bei Annäherung an die Sonne auftauen verbreiten sie Gas und Staub und erzeugen eine einzigartige Himmelserscheinung. Die meisten Astrofotografen sind verständlicherweise von dem sehr schönen Schweif des Kometen NEOWISE begeistert und versuchen ihn vor einer schönen Kulisse einzufangen. Andere konzentrieren sich nur auf den inneren Kern und die Schalenstruktur die entstehen wenn der Staub den drehenden Kometenkern verlässt. Aber es gibt bislang wenige hochauflösende Fotos der interessanten Übergangsregion zwischen Koma und Schweif, in welcher sich die beiden Schweife...
  • Komet NEOWISE - jetzt sichtbar

        Update 09.07.2020: Hier geht's zur neuen Kometen-Galerie mit etlichen Bildern und Videos     UPDATE 08.07.2020: Die neuesten Aufnahmen des Kometen NEOWISE In der Nacht vom 7. auf den 8. Juli bot sich über ganz Mitteleuropa die besondere Gelegenheit zwei seltene Himmelsphänomene gleichzeitig zu sehen. Gegen 3 Uhr kletterte Komet NEOWISE über den Horizont, kurz danach wurden es hinter der dunklen Wolkenbank knapp unter dem Kometen, plötzlich deutlich heller. Wie sich herausstellte begann die Sonne Leuchtende Nachtwolken in 80km Höhe (also 4x so hoch wie normale Wolken) anzustrahlen, die aus vereistem Meteorstaub bestehen. Diese seltenen Wolken wurden immer dominanter und überdeckten schließlich den Kometen bis er gegen 4 Uhr kaum noch zu sehen war. NEOWISE mit NLC über Mammendorf: Die NLC bewegten sich...
  • Die Atmosphäre der Venus - abgelichtet von unseren Kunden

    Die Venus als Ring - wie kann das sein? In den letzten Tagen haben uns mehrere Kunden sehr interessante nachfolgende Fotos der Venus geschickt, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen. Sie zeigen den Planeten als sehr schmale Sichel oder sogar als Ring. Diesen Effekt gibt es von der Erde aus gesehen nur bei der Venus und auch nur dann, wenn sie sich in unterer Konjunktion (www.wikipedia.org/Venuspositionen) d.h. zwischen Sonne und Erde, befindet. Wie kommt der Effekt zustande? Die Planeten Venus und Merkur sind die einzigen beiden sogenannten "inneren Planeten", sie sind näher an der Sonne als die Erde und umlaufen die Sonne innerhalb der Erdbahn. Es sind die einzigen Planeten die wir von der Erde sehen können, wenn sie von der Sonne seitlich beschienen werden. Sie zeigen uns dadurch...
  • UPDATE + AKTIONEN: Komet ATLAS (C/2019 Y4) überrascht

    UPDATE 15.04.2020: Gibt es noch Hoffnung? Nun ist der Komet anscheinend in mehrere Teile zerbrochen, die auch in Amateurteleskopen deutlich sichtbar sind. Das hat zunächst dazu geführt dass sich seine Helligkeit verringert hat. Mittlerweile hat sich dieser Trend umgekehrt, wie u.a. ein Foto von Michael Jäger zeigt (siehe rechts). Der Kern ist wieder etwas heller geworden und auch der Schweif ist auf länger belichteten Aufnahmen deutlicher zu sehen. Während alle Welt gespannt abwartet, ob der Komet Atlas nun doch wieder an Helligkeit zulegt oder stattdessen komplett zerfällt, wurde auf Aufnahmen des UV Instruments SWAN des Sonnenbeobachtungssatelitten SOHO ein weiterer Komet entdeckt, der auch den Namen des Instruments bekam: C/2020 F8 SWAN. Bei seiner Entdeckung war er erstaunlich hell, ca. 8 mag. Normalerweise hätte er den diversen Suchprogrammen...
  • Moderne trifft Antike: 3,5M AllSky-Kuppel in einem griechischen Bergdorf

    Unsere letzte Kuppelmontage im Jahr 2019 fand in der zweiten Dezemberwoche in Griechenland statt. Da diese Montage einen besonderen Flair sowie Pleiten, Pech und Pannen hatte, möchten wir Ihnen nachfolgenden Bericht der Montage nicht vorenthalten. Nachdem die Kuppel einige Zeit benutzt wurde, werden wir den Kunden auch fragen, ob er zustimmt dass seine Kuppel auf unserer Sternwarten-Weltkarte erscheint. Die Berge der griechischen Halbinsel Peloponnes eignen sich hervorragend für astronomische Beobachtungen. Hier hat ein Amateurastronom einen idealen Platz gefunden, um seinen Traum zu verwirklichen. Die Kuppel sitzt auf einem renovierten Haus aus dem 19. Jahrhundert in einem alten, einsamen Bergdorf auf fast 900m Höhe mit freier Sicht übers Meer. Allerdings war die Installation der Anlage aufgrund der Lage und einiger äußerer Umstände nicht ganz einfach. Unser...
  • HALOS – ohne Vorurteile betrachtet

    In dem Moment, in dem Sie irgendeine Art von Filter in den optischen Aufbau einsetzen, der aus Ihrer spezifischen Kamera, dem passenden Flattener/Reduktor oder Komakorrektor und dem Teleskop besteht, wird er Teil dieses einzigartigen optischen Systems. Und jedes optische System ist anders, weil viele Produkte verschiedener Hersteller beteiligt sind. Alle optischen Oberflächen interagieren in gewisser Weise miteinander. Eine Möglichkeit ist, dass Beschichtungen unerwünschtes Licht zurück zum Teleskop und allen optischen Elementen vor dem Filter reflektieren. Wenn keine andere optische Oberfläche dabei ist, die das Licht ein zweites Mal auf den Filter zurückreflektieren kann – dann ist es perfekt. Es entstehen keine Halos außer Restlichthöfen oder Streuungen, die unvermeidbar sind – je nach Filterdesign. Das ist es, was wir mit unserem Werbespruch "der Filter produziert keine...
  • Beobachtungstipp: Der Merkur-Transit am 11. November 2019

      Merkur-Transit LIVE: Die NASA überträgt für alle, die wegen den schlechen Wetterbedingungen oder mangels Equipment den Merkurtransit am 11. November 2019 nicht selbst beobachten können, die Filmsequenzen des Sonnensatelliten SDO. Die Filme werden auf https://mercurytransit.gsfc.nasa.gov fast in Echtzeit bereit stehen: Starting around 1200 UTC (7:00 am ET) November 11, 2019, we will begin watching Mercury move into view against the corona of the Sun. This is about 45 minutes before it is visible against the Sun from the ground. We have created https://mercurytransit.gsfc.nasa.gov to let you watch this transit as short movies in almost real time. The transit lasts a little over 5.5 hours, ending as Mercury leaves the disk of the Sun about 1806 UTC but continues moving out through the corona for another...
  • Impressionen zur partiellen Mondfinsternis vom 16. Juli 2019

    Fotos von unseren Kunden Nach astronomischen Events bekommen wir oft Bildmaterial von unseren Kunden zur Verfügung gestellt. Sehen Sie hier ein paar Bilder der partiellen Mondfinsternis vom 16. Juli 2019, welche von unseren Kunden mit Baader/Celestron-Zubehör gewonnen wurden. News vom 16. Juli 2019 An einem historischen Tag, pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum des Starts der Apollo 11 Mission zum Mond, wird sich unser Nachbar im All optisch von einer ungewohnten Seite zeigen. Er tritt in den Schatten der Erde ein und wird dadurch teilweise (partiell) verfinstert. Wenn heute Abend gegen 21:00 Uhr der Vollmond aufgeht, ist er auf einer Seite schon etwas dunkler als auf der anderen, denn gegen 20:44 Uhr hat der Eintritt des Mondes in den sogenannten "Halbschatten" der Erde begonnen. Die Verfinsterung ist...
  • Beobachtungstipp „Leuchtende Nachtwolken“

    Heute möchten wir Sie auf ein Phänomen zwischen Erde und Weltraum aufmerksam machen, das zurzeit mit etwas Glück zu beobachten ist. Bei den „Leuchtenden Nachtwolken“ handelt es sich um weiß/hellblau leuchtende Wolken aus Eiskristallen, die sich an Meteorstaub bilden. Das geschieht in der Hochatmosphäre (Mesosphäre) bei ca. 80km Höhe und damit an der Grenze zum Weltraum, die sich laut internationaler Definition 100km über der Erde befindet. Dort entstehen auch Polarlichter. Nur zum Vergleich: normale Wolken befinden sich bei 10 bis 20 km, Flugzeuge fliegen in ca. 12 km Höhe und der höchste Berg der Welt hat mit 8 km gerade einmal 1/10 die Höhe der leuchtenden Nachtwolken. Weil diese Wolken so hoch schweben, bekommen sie nach Sonnenuntergang noch Licht von der Sonne und erhellen die...

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